Good old Porridge

Du brauchst:

6 EL Haferflocken (oder Reisflocken/Dinkelflocken)
1 MS Salz
1 MS Vanille-Pulver
1 1/2 TL Kokosblüten-Sirup (oder Rohrohrzucker)
3 dl Reismilch (oder jede andere Pflanzenmilch)
2 dl Wasser
frische Saisonbeeren oder gefrorene Beeren aus dem Tiefkühler

 

Als ich das erstmal von meiner Mutter ein Porridge vorgesetzt bekam, war ich nicht sooo begeistert. Aber nach dem ersten Löffel, hat mich diese glibberige, schleimige Brei seltsamerweise nie mehr losgelassen. Das hat wahrscheinlich mit dem warmen Gefühl in der Nabelgegend zu tun, dass das Porridge hinterlässt. Aber auch damit, dass es eben ziemlich viel Kraft für den Start in den Morgen gibt. Mittlerweile überstehe ich keinen Wintermorgen ohne mein Breili. Am liebsten mag ich das englische Nationalfrühstück mit frischen Erd- oder Himbeeren. Leider bekommt man die nur im Sommer. Daher greife ich im Winter – auch wenn das hmmm nicht so ayurvedisch ist – auf gefrorene Beeren zurück. Man kann das Porridge mit jeder Art von Saisonfrüchten kochen. Wieso nicht mal einen geraffelten Apfel reingeben und danach etwas Zimt als Topping. Oder einen Zwetschen-Kompott machen und den am Schluss mit dem heissen Porridge vermischen. Wer übrigens keine Gluten essen mag, nimmt anstatt Hafer- Reisflocken.

Für das Porridge Wasser, Reismilch und die Flocken in ein Pfännlein geben. Salz, Vanille und den Sirup/Zucker dazugeben. Das ganze auf kleinster Stufe köcheln lassen und regelmässig durchrühren, damit der Brei nicht anklebt. Am Schluss die Beeren dazugeben und je nach gewünschter Konsistenz nochmals einen Schuss Milch reingeben. Et voilà!

 

Die Gretchen-Frage: To eat or not to eat breakfast?

Ich höre immer Mal wieder von Leuten, dass sie am Morgen früh nicht frühstücken mögen oder das Frühstück schwer im Magen liegt. Das ist völlig ok, ist teilweise durch die individuelle Konstitution bedingt und hat aber auch mit unserem natürlichen Bio-Rhythmus zu tun. Zudem verändert sich dies auch saisonal. Im Sommer braucht man vielleicht weniger, als im Herbst und Winter. 

Viele Leute empfinden erst ab etwa 9 Uhr oder 10 Uhr Heisshunger auf Zmorge. Just wenn man im Büro ist. Nach der ayurvedischen Uhr befinden wir uns von 6-10 Uhr in der trägen «Kapha-Zeit». In dieser Phase des Tages lässt es sich nur schwer verdauen. Besser man isst also etwas später um 9 oder 9.30 Uhr und hört auf den Körper. Es gilt grundsätzlich essen, wenn man hunger hat.

Vor 6 Uhr am Morgen herrscht die leichte «Vata-Zeit». Hier ist unser Körper mit der Ausscheidung beschäftigt. Daher sollte man in dieser Phase auch nicht frühstücken. Erst ab 10 Uhr, wenn die «Pitta-Phase» des Tages anfängt, haben wir genügend Verdauungskraft. Darum das Porridge am morgen Kochen und im Tupperware mit ins Büro nehmen. In der Znünipause mit etwas heissem Wasser übergiessen und so aufwärmen. Die Mikrowelle ist im Ayurveda übrigens ein No-Go!

 
RezepteIsabelle Stüssi