Kitchari

 
 

Zutaten:

80g Volkorn-Basmatireis
120g gelber Mung-Dhal ( oder grüner Mung-Dhal, dieser muss aber am Vorabend eingeweicht werden)
1 EL Ghee (oder Kokossnussöl für Veganer)
1 El frischer Ingwer
1/2 Zimtstange
2 Nelken und 3 Lorbeer-Blätter
1 TL Fenchelsamen
1/2 Tl schwarzer Pfeffer (oder Pippali, indischer Langpfeffer)
MS Asefötida (Teufelsdreck/Hing)
1 TL Koriander gemahlen
1/2 TL Kurkuma gemahlen
1 Karotte
1 Fenchel

Ayurveda ohne Kitchari (ausgesprochen Ki-dscha-rie) ist undenkbar. Auch ich möchte dieses schnell zubereite und einfach verdauliche Linsengericht nicht mehr missen. Im Ayurveda wird es traditionellerweise als Fastenkur eingesetzt. Das Beste daran ist, dass man sich danach wohl genährt fühlt. Es handelt sich um ein sanftes Fasten, bei dem der Körper nicht in einen gestressten Hungermodus kommt. Das Gericht ist nach langer Krankheit auch zum Aufbau geeignet.

Der Star im Gericht ist der Mung-Dhal. Er liefert wertvolles Eiweiss und Aminosäuren. Diese Dhal-Sorte enthält unter anderem B-Vitamine und vor allem viel Beta-Carotin.

Es gibt unzählige Kitchari-Rezepte. Dieses habe ich beim Ayurveda-Koch und Yogi Valentin Schmid gelernt und es nach meinem Geschmack abgewandelt. Das Gemüse kann je nach Saison variieren oder auch ganz weglassen werden, um seinem Magen eine richtige «Verdauungspause» zu gönnen.

Den Basmatireis und den Mung-Dhal separat waschen. Ghee in einem Topf erhitzen und die Gewürze der Reihe nach kurz anrösten, ausser die Kurkuma. Das in Würfel geschnittene Gemüse beifügen und anbraten. Dhal dazu geben und alles anrösten, bis der Dhal etwas glasig aussieht. Anschliessend etwa 6 dl kochendes Wasser dazugiessen, umrühren. Jetzt die Kurkuma beifügen. Nach 10 Minuten Kochzeit den Reis dazugeben. 

Wichtig: Sobald das Gericht zu kochen beginnt, nicht mehr umrühren, sonst wird es nicht schön sämig und klebt am Topfboden. Ich lasse das Kitchari etwa 30 Minuten sanft köcheln.

Erst nach der Kochzeit salzen, sonst dauert es zu lange bis die Linsen gar sind. Vor dem Servieren etwas Zitronensaft und frischen Koriander dazugeben. Du kannst auch andere frische Kräuter verwenden: Basilikum und Petersilie passen genauso.

 

Good to know:
Die meisten Zutaten findet ihr im Reformhaus. Ghee gibt es mittlerweile auch bei Coop zu kaufen. Im Shop vom Restaurant Mohini findet ihr zudem den gelben Mung-Dhal. Übrigens das Gewürz Asefötida – auch Teufelsdreck oder im Indischen Hing genannt  — gibt man den meisten Linsengerichten in der auyrvedischen Küche dazu. Hing hilft die Linsen besser zu verdauen und Blähungen entgegenzuwirken;)

 
DetoxIsabelle Stüssi