Reissuppe mit frischen Curryblätter

 
Zitronenreissuppe.JPG
Zutaten:
1 Tasse Volkornbasmati
1 Bio-Zitrone
1 daumendickes Stück Ingwer
2 Stengel Zitronangras
1 TL Kurkuma
1 TL schwarze Senfsamen
6 frische oder getrocknete Curryblätter
5 Pfefferkörner
1 Bund Koriander
1 El Ghee oder anderes Öl
1 mittelgrosse Zwiebel
1 kleine Chilischote
1 Liter Gemüsebouillon oder Wasser  

Wenn ich Zweige voller frischer Curryblätter in den Händen halte, muss ich vor lauter Freude ein wenig quietschen. Denn der etwas nussig-grüne Duft ist nur schwer mit Worten zu beschreiben, riecht aber derart wohlig-warm und frisch zugleich, dass mein Herz jedes Mal einen Sprung macht. Mit herkömmlichen Currypulver-Gewürzmischungen ist der Duft auch nicht vergleichbar. Leider gibt es selten, frische Curryblätter in Bioqualtiät zu kaufen. Und die mir vorliegenden sind ein Geschenk meine Mutter, die diese direkt eingeflogen hat. In getrockneter Form findet man Curryblätter jedoch in jedem Reformhaus. Die frischen Blätter – vermutlich gespritzt – findet man sonst in gut sortierten Asia-Laden.
Ich wollte mit den Blättern etwas kochen, dass deren unverkennbaren Geruch möglichst zur Geltung bringt, und bin darum auf diese Zitronenreissuppe gekommen. Die Zitrusaromen von Ingwer, Lemongrass und Zitrone passen sehr gut zu den Blätter.

Dafür in einem Topf den Ghee schmelzen und die Senfsamen beifügen. Bevor die Samen zu springen beginnen, den Deckel auf den Topf legen und warten bis diese fertig gesprungen sind. Dabei muss man achten, dass man nicht zu viel Hitze im Topf hat und die Senfkörner verbrennen und bitter werden.
Danach den feingehackten Ingwer, Zwiebeln, Lemongrass und Chili hinzufügen. 1-2 Minuten anbraten. Danach den in einem Sieb gewaschenen Basmati in den Topf geben. Die Curryblätter hinzufügen und alles gut verrühren und leicht anbraten. 

Ähnlich wie bei einem Risotto, darf der Reis etwas glasig werden und soll die Aromen der Gewürze annehmen, bevor man den Bouillon oder das Wasser hinzufügt. Es soll jedoch nichts anbrennen. Nachdem das Wasser hinzugefügt wurde, die Suppe einmal ganz aufkochen und dann den Kurkuma, die Pfefferkörner und den Saft einer Zitrone samt der ausgepressten Zitronenhälften beigeben. Den Koriander grob hacken und Dreiviertel davon in die Suppe geben und mitkochen. Nach etwa 20 Minuten ist die Reissuppe fertig.

Die Suppe kann man sicherlich auch länger einkochen, sodass der Reis zerfällt. Ich mag den Reis aber noch ganz.  In den ayurvedischen Reinigungskuren werden lang eingekochte Reisbrühen – Manda genannt– zu Fastenkuren gereicht, diese sind dann aber nicht mit so vielen Gewürzen wie hier angereichert. Dennoch eignet sich diese Rezept als leichte Abendmahlzeit und hat verdauungsfördernde Gewürze drin, die helfen einen etwas überlasteten Magen – sagen wir von einem all zu reichhaltigen Brunch – wieder ins Lot zu bringen.

 

 

Was die Kräuter- und Gewürze in dieser Suppe so alles bewirken...

  • Senfkörner: antibakteriell und verdauungsfördernd
  • Koriander: stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd, entgiftend
  • Kurkuma: wirkt bei allerlei Krankheiten ist sehr entzündungshemmend, krebshemmend – betrifft bestimmte Krebsarten– und ist antioxidativ. Die Bioverfügbarkeit von Curcumin wird übrigens durch die Beigabe von Pfeffer, Piperin, bis zu 2000% erhöht. Darum habe ich diesem Rezept Pfefferkörner beigefügt.
  • Ingwer: beugt Erkältungskrankheiten vor, stärkt das Verdauungsfeuer, leitet Schlackenstoffe aus, und hilft bei Übelkeit auch bei Reiseübelkeit.