Curry d'Aubergine Créole

 
 

Zutaten:

1 Packung lange Auberginen oder 4 normale Auberginen, die saisonal zur Verfügung stehen

1 Packung Cherry-Tomaten / im Winter verwende ich Tomaten aus dem Glas

1 daumengrosses Stück Ingwer

1 Knoblauchzehe

1-2 rote Zwiebeln in groben Lamellen geschnitten

1 Strauss Koriander oder Basilikum 

1 -2 El Kokossnussöl plus etwas mehr für das bestreichen der Auberginen

1 Tasse warmes Wasser

1 1/2 TL gehäuft Currymischung (bsp. Fine Food Curry Caribbean)

1 TL Kurkuma gemahlen

1 Kapsel Kardamom

1 Chili optional

Himalayasalz

Für dieses Rezept benutze ich die länglichen, schlanken Auberginen-Sorten und nutze im Sommer süsse Cherry-Tomaten. Wenn ich keine Cherry-Tomaten zur Verfügung habe, koche ich das Gericht auch mal mit Pelatis aus dem Glas.

Tomate und Aubergine gehören zu den Nachtschattengewächsen. Mir ist bewusst, dass der Verzehr dieser für gewisse Autoimmunkrankheiten suboptimal sein könnte. Dazu habe ich mir aber kein tieferes Wissen angeeignet und möchte auf diesen interessanten Artikel verweisen. Ganz unten gehe ich jedoch auf die ayurvedische Sicht zum Verzehr von Tomaten und Auberginen ein. Jetzt aber erstmals zum Rezept:

Die Auberginen waschen und halbieren. Mit Kokosnussöl bestreichen. Im Ofen bei 180 Grad (Umluft) backen, bis sie eine goldige Farbe annehmen. Abkühlen lassen, mit Himalaya-Salz bestreuen und in grobe Stücke von 3-4 cm schneiden. Unterdessen den Basmatireis mit einer Kapsel Kardamom aufsetzen. Die Kapsel vor dem Servieren des Reis entfernen. 

In einer Bratpfanne Öl erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch, Chili (optional), Ingwer anbraten. Curry-Mischung und Kurkuma dazugeben. Auberginen unterrühren und gut mit dem Gewürz durchziehen. Danach die Cherrytomaten dazugeben. Mischen danach mit warmem Wasser ablöschen. Leicht salzen und 5 Minuten weiter köcheln, bis das Curry leicht zusammenfällt, danach die Kräuter dazugeben und mit dem Reis servieren.

Dieses Gericht ist eher für Kapha- und Vata-Typen geeignet, Pitta-Konstitutionen lassen auf alle Fälle den Chili weg und geben noch einen Teelöffel Kokosnussöl auf das Curry.


 

Ein paar Gedanken zur Tomate und Aubergine aus ayurvedischer Perspektive

Generell unterscheiden wir in der ayurvedischen Ernährungstherapie die Thermik und den Geschmack nach der Verdauung eines jeweiligen Nahrungsmittels. Dies gibt Hinweise darüber, welche Gemüse oder Früchte für einen bestimmten Konstitutionstyp – Kapha, Pitta oder Vata– verträglicher sind, und welche eher vermeiden werden sollten. 

Tomate

Die Tomate hat ein heisse Thermik und wirkt nach dem Stoffwechselprozess sauer auf das Millieu. Dass heisst, dass Tomatengerichte generell – yes, hello Pizza, Sugo und Tomaten-Morzarella-Salat  – in grossen Mengen verzehrt, eher zu einem saurem Milieu im Magen führt und eine erhitzende Tendenz hat. Wenn dazu noch andere säuernde Getränke wie Coca Cola, Kaffee, Alkohol regelmässig genossen werden, kommt die Bioenergie des Pittas, unser Feuerelement, komplett aus dem Gleichgewicht. 

Persönlich möchte ich nicht auf Tomaten verzichten. Ich vertrete die Meinung, wenn uns die Natur diese Früchte schenkt, sind sie auch da, um genossen zu werden. Aber es geht darum, die Tomaten zur richtigen Saison zu verzehren, sprich im Sommer, wenn die Früchte richtig süss sind. Das macht am meisten Sinn, anstatt im Winter halbgrüne importiert zu kaufen.


Aubergine

Bei der Aubergine gibt es in den ayurvedischen Texten Unterschiedliches zu lesen. Die Thermik wird nach der Verdauung auch als heiss beschrieben. Auch hier gilt, die Menge macht das Gift. Was ich an der Aubergine sehr mag, ist dass sie von allen Gemüsen am meisten Umami entwickelt, wenn man sie bäckt oder brät.

Kurz gesagt, wenn du aktuell an einem extremen Pitta-Ungleichgewicht leidest, bsp. Akne, saures Aufstossen, Ausschläge mit roten Flecken, Migräne, Kopfschmerzen, allgemeine Entzündungen etc., solltest du eher auf erhitzende und säuernde Lebensmittel, wie die hier u.a. erwähnte Tomate und Aubergine verzichten oder eine Zeit lang reduzieren und schauen, was sich verändert. Übrigens verwende ich im Rezept oben reichlich Kurkuma, welches die säure der Tomaten ausgleicht und eine grosse handvoll Koriander oder Basilikum, die wiederum eine balancierende und kühlende Wirkung haben.

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